Suchtmittel„Mäßigkeit (Selbstdisziplin) bedeutet, Schädliches zu meiden und Gutes maßvoll zu nutzen.

 Vermeiden Sie Alkohol

Der jährliche Alkoholverbrauch der Deutschen pro Kopf liegt bei 12,9 Liter.

Das macht 800 Flaschen Bier oder 153 Flaschen Wein für jeden Deutschen.

Doch die Gefahr geht nicht nur von der Menge aus.
Alkohol, schädigt den menschlichen Körper gleich auf mehrere Arten:

Ist giftig für Zellen und Zellfunktionen.
Verändert den Stoffwechsel.
Greift Leber und Bauchspeicheldrüse an.
Schon 40-60 Gramm reiner Alkohol pro Tag reichen bei Männern aus, um die Leber zu schädigen.

Frauen reagieren noch wesentlich empfindlicher, ihre Leber ist schon bei 20-30 Gramm Alkohol am Tag gefährdet also bei einem Viertelliter.
Schädigt das Nervensystem und kann zu Herzmuskel-Entzündungen, Herzrhythmus-Störungen und Bluthochdruck führen.

Bereits sechs Minuten nach dem Konsum kommt Alkohol im Gehirn an und es zeigen sich erste
Veränderungen in den Gehirnzellen. Deshalb können langjährige Alkohlkonsumenten eine Gehirnschrumpfung aufweisen.

Der Suchtexperte erklärt: „Erst nach einer langjährigen Abstinenzzeit erholt sich das Gehirn und kann seine alte Größe fast wieder erreichen.“

Zurzeit sind 2,5 Millionen Bundesbürger alkoholabhängig.

42 000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an den direkten oder indirekten Folgen von Alkoholkonsum.

Vermeiden Sie Tabak

Nikotin hinterlässt bleibende Schäden:

• Der Rauch reizt die Bronchien und löst dort eine Entzündung aus.
• Die Flimmerhärchen sterben ab, und die Lunge kann sich nicht mehr von Schmutz und Bakterien befreien. Der Hustenreiz wird ausgelöst, um die Bronchien frei zu halten.
• Das Immunsystem wird geschwächt, der Körper kann sich schlechter gegen „Eindringlinge“ wehren.
• Die Arterien verkalken und es entstehen Schlaganfälle, Herzinfarkte und Durchblutungsstörungen.
• Die Haut verschlechtert sich, man sieht das Rauchen den Menschen über 30 Jahren meist schon an. Außerdem wird auch die Fruchtbarkeit negativ beeinflusst.

Pro Jahr sterben weltweit etwa sechs Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, davon 140000 in Deutschland.
Rauchen ist also planmäßige Selbstvergiftung.

„Es ist nicht genug zu wissen, man
muss auch anwenden. Es ist nicht
genug zu wollen, man muss auch tun.“
Johann Wolfgang von Goethe

Vermeiden Sie Koffein

Die negativen Effekte von schwarzem Tee, Kaffee und Cola aufgrund ihres Gehalts an Koffein sind heute wissenschaftlich erforscht und bekannt.

Dazu gehören u. a.: Schlafbeeinträchtigungen, beschleunigter Herzschlag, Blutdrucksteigerung als auch die Erhöhung des Blutzuckerspiegels und freier Fettsäuren.

Darüber hinaus treten bei regelmäßigem Genuss Entzugserscheinungen, wie z. B.
Kopfschmerzen, Müdigkeit, Appetitsteigerung oder Schlafstörungen auf, wenn dem Körper kein Koffein zugeführt wird, was den Suchtcharakter der Substanzen bezeugt.

Obst

Vermeiden Sie Überessen

Mittlerweile sind in Deutschland 75 % der Männer und 56 % der Frauen zu dick.

Viele Zivilisationskrankheiten hängen direkt mit Übergewicht zusammen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Fettstoffwechsel-Störungen, Bluthochdruck, Herzinfarkte, Arteriosklerose, Schlaganfall, Brustkrebs, Arthrose, Wirbelsäulen-Erkrankungen, Gallenblasen-Erkrankungen und Gicht.

„Gegen Ihre Korpulenz, gnädige Frau, hilft nur viel Bewegung.“
„Kniebeugen und so, Herr Doktor?“ „Nein. Kopfschütteln, immer wenn Ihnen etwas zum Essen angeboten wird.“

Wenn wir zu viel essen, ist unser Magensack mit gärendem, sauren Inhalt bis zur Blase ausgedehnt.

Die Nahrung bleibt zu lange im Magen, und schädliche Substanzen werden entwickelt, die den Verdauungstrakt reizen oder in den Blutkreislauf gelangen.

Das Verdauungssystem beeinflusst unseren Geist – Gefühle, Urteilsvermögen und Verstand.

„Wir sollten ein feines Empfinden für die Bedürfnisse unserer Organe entwickeln, indem wir im Essen und Trinken, sowie in allen anderen Dingen Selbstbeherrschung üben. Dadurch können wir für uns selbst tun, was kein Arzt zu tun vermag.“ E. G. White

Salat

Tipps für maßvolles Essen

Zwischen dem Ende einer Mahlzeit und dem Beginn der Nächsten sollten mindestens fünf Stunden liegen.

Der Magen braucht ungefähr vier Stunden für die Verdauung.

Jedes kleinste bisschen Nahrung veranlasst den Magen, den ganzen Verdauungsprozess von vorne zu beginnen.

Trinken Sie zwischen den Mahlzeiten reichlich Wasser, dadurch entsteht ein Sättigungsgefühl.
Legen Sie vor dem Essen fest, wie groß Ihre Portion sein soll, und essen Sie nicht mehr als diese Menge – auch wenn es anfangs vielleicht schwerfällt.

Essen Sie ganz bewusst mit all Ihren Sinnesorganen. Nehmen Sie immer nur kleine Mengen auf einmal in den Mund, speicheln Sie diese gut ein und kauen Sie ausführlich.

Der Speichel ist notwendig, damit der Magen die Nahrung besser verdauen kann.
Essen Sie in einer angenehmen, entspannten Atmosphäre. Wenn Sie ängstlich, bedrückt, erschöpft oder wütend sind, können Sie Ihre Mahlzeit nicht in Ruhe verzehren.

Achten Sie auf die Qualität Ihrer Nahrung. Essen Sie hochwertige Nahrungsmittel mit vielen Nährstoffen, besonders Gemüse, Obst und Vollkorngetreide.

Meiden Sie Fast Food, Weißmehl und Zuckerhaltiges.

Diese Lebensmittel lösen im Gehirn die gleichen Sucht-Reaktionen wie Morphine, Kokain und Nikotin aus.

Über den Autor

Claudia Roth

Mitarbeiterin von amazing discoveries e. V.