Auf La Palma bebt die Erde. 50 Jahre hielten die Vulkane der Bergkette Cumbre Vieja auf der Insel im Nordwesten der Kanaren still. Seit Sonntag, dem 19. September 2021, „strömt Lava vom Montaña Rajada über die Westhänge des vulkanischen Rückens hinab und begräbt auf ihrem Weg Richtung Meer Häuser, Schulen, Bananenplantagen. Tag für Tag spuckt die Cumbre Vieja zwischen 6000 und 11.500 Tonnen Schwefeloxid aus. Mehr als 6000 der rund 83.000 Insulaner mussten ihre Häuser verlassen, etwa 400 Touristen wurden nach Teneriffa gebracht. Die Lava zerstörte laut dem europäischen Erdbeobachtungsdienst Copernicus 350 Gebäude und 166 Hektar Land.“ So berichtet Spiegel am 24.09.2021. Laut dem kanarischen Vulkanforschungsinstitut Involcan können die Eruptionen noch drei bis zwölf Wochen andauern.

Nun gibt es aber inmitten der großen Katastrophe ein kleines Wunder, besser gesagt: ein Wunderhaus. Um dieses Häuschen floss die Lava seltsamerweise herum, eindrückliche Fotos beweisen dies. Ein Ehepaar aus Dänemark besitzt dieses Haus und ist begeistert, dass es noch steht, berichtet die spanische Zeitung »El Mundo«. Als die Niederländerin Ada Monnikendam am Dienstag in den sozialen Medien unterwegs war, entdeckte sie das Bild des idyllischen Einfamilienhauses, das wie durch ein Wunder den Lavastrom des Vulkans Cumbre Vieja überlebt hat, auf einer winzigen Insel, die von Felsen umgeben ist. „Ich kenne das Haus, mein Mann und ich haben es gebaut“, rief sie aus. „Wir haben alle wie verrückt geweint, als ich ihnen [den Besitzern] sagte, dass ihr geliebtes Haus intakt sei.“ Bemerkenswerterweise war es gerade die Vulkanlandschaft gewesen, die das dänische Ehepaar nach La Palma gezogen hatte.

„Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.“ (Psalm 91,7) Gott kann auch dich bewahren, selbst in Zeiten, wo alles um einen herum eine Wüste von Trostlosigkeit zu sein scheint. „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“ (Psalm 91, 1.2)

StpH, 28.09.2021

Dieser Artikel hat 1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar zu Thomas Grauenhorst Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare auf dieser Website sollen für nachfolgende Besucher von Nutzen sein. Unsere ganz subjektiven Moderatoren mögen daher Beiträge, die zum Thema passen, kultiviert sind und Lesewert mitbringen.