Der andere Jesus

Der für seine Jesus-Rollen bekannte Schauspieler Jonathan Roumie hat in der US-amerikanischen ABC-Show „The View“ mit Whoopi Goldberg Einblicke in sein persönliches Glaubensleben gegeben und von seiner Bekehrung zu Jesus erzählt.

imdb.com, Jonathan Roumie

Als junges Schauspieltalent lockte ihn die Traumfabrik Hollywood nach Los Angeles. Zunächst versuchte er, sich dort mit zahlreichen Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Als er schließlich pleite und verschuldet vor den Scherben seines Lebens stand, ging er auf die Knie und übergab sein Leben Gott. Daraufhin berichtet Roumie von einem „finanziellen Wunder“: Als Jesus in „The Chosen“ erhielt er die Rolle seines Lebens, die ihm den Durchbruch als Schauspieler erbrachte.

Whoopi Goldberg outet sich unter dem Applaus der Studiogäste als großer Fan dieser Serie – und damit ist sie nicht allein. Allein die erste Staffel wurde über 600 Millionen mal angeschaut, und der Hype ist ungebrochen. Bis 2027 sind weitere vier Staffeln geplant.

Wem oder was verdankt sich nun der gigantische Erfolg der Serie? Bringt sie uns wirklich dem Jesus der Bibel näher? Oder handelt es sich um eine gekonnte „Fälschung“?

Produziert wird die Serie in den Angel Studios, die von zwei Mormonenbrüdern gegründet wurden. Staffel 2 wurde zudem im mormonischen Jerusalem-Filmset in Utah gedreht. Die augenscheinliche Nähe zu diesem Kult ist für Regisseur Dallas Jenkins kein Problem:

„Diese Freunde lieben absolut denselben Jesus, den ich liebe.“

Der Jesus der Mormonen ist aber der buchstäblich von Gott gezeugte Bruder Luzifers – hat also mit dem biblischen Jesus nichts zu tun. Auch der Hintergrund einiger Schauspieler fällt auf. So machte sich David Amito, der Johannes den Täufer spielt, als Autor für den okkulten Horrorfilm „Antrum“ einen Namen.

Die Serie selbst präsentiert einen

„[…] menschlichen Jesus, wie man ihn bisher noch nicht gesehen hat: warmherzig, humorvoll, einladend“

so heißt es auf der Website von The Chosen. So sehen wir ihn, wie er Toiletten für Gehbehinderte baut (Staffel 1, Folge 5), die Bergpredigt mit Hilfe des Jüngers Matthäus verfasst (Staffel 2, Folge 7) und zur Samariterin am Brunnen sagt:

„Es wäre schön, wenn du mir glauben würdest“ (Staffel 1, Folge 8).

Das klingt sympathisch menschlich – aber nicht nach dem vollmächtigen Gottessohn, den wir aus der Bibel kennen. Zu seiner Mutter Maria sagt Jesus:

„Was hätte ich nur ohne dich gemacht, Mama.“

Oder an anderer Stelle:

„Auf der Hochzeit wird die wichtigste und mächtigste Person sein, die ich kenne – meine Mutter“ (Staffel 1, Folge 5).

Der biblische Jesus wies seine Mutter in liebevoller Strenge zurecht und betonte:

„Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“ Matthäus 12,50.

Wer genau hinsieht, kann erkennen, wie viele kleine Puzzleteile am Ende ein unbiblisches Bild von einem Jesus ergeben, der zwar alle zu Tränen rührt – an dem aber keiner mehr Anstoß nimmt. Petrus sagt über Jesus:

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, gerade der ist zum Eckstein geworden, ein ‚Stein des Anstoßes‘ und ein ‚Fels des Ärgernisses‘. Weil sie sich weigern, dem Wort zu glauben, nehmen sie Anstoß….“ 1. Petrus 2,8

In ihrem Artikel „DIE SERIE „THE CHOSEN“– SEGEN ODER GEFAHR?“ im TimoTheus Magazin schreiben Mark und Elena Soussou:

„Im Laufe der Dreharbeit lässt Jenkins sich von drei ‚Bibelexperten‘ beraten: einem messianisch-jüdischen Rabbi, einem römisch-katholischen Priester und einem evangelikalen Theologen. Hier ist also die ökumenische Bewegung am Wirken mit dem Ziel, eine Filmserie über einen Jesus zu erschaffen, den möglichst viele Konfessionen als ihren Jesus akzeptieren können.

Der Jesus-Darsteller selbst bestätigt diesen Verdacht ganz offen:

„Das Schöne an ‚The Chosen‘ ist ja, dass es ein wirklich ökumenisches Projekt ist. Gott hat es in die Hände von Künstlern und Filmemachern gelegt und Menschen auf der ganzen Welt sehen darin irgendwie dasselbe: JESUS. Darin sind wir uns alle einig. Für mich ist diese Einheit ein Vorbild für alle Kirchen.“

Jesus selbst warnt uns, dass in den letzten Tagen der Weltgeschichte falsche Christusse auftreten werden:

„Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.“ Matthäus 24, 4-5


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