Andrew McChesney, adventistmission.org, 30. Mai 2018

Dolby, der beste Jagdhund im Dorf Suminka in Papua, Westneuguinea (Foto: Gary Roberts / Adventist Aviation International)

Alle Bewohner rannten zur Flugpiste und sangen und tanzten, als der Missionspilot Gary Roberts in Suminka landete, einem entlegenen Dorf in der indonesischen Provinz Papua auf Westneuguinea. Zehn Jahre hatten die Dorfbewohner gebraucht, um von Hand die Bäume zu fällen und in ihrem Gebirgsdorf eine Landebahn anzulegen, die Garys Flugzeug nun als Erstes nutzen durfte. Es war ein großes Ereignis.

Als Gary aus dem Flugzeug stieg, wurde es still in der Menge. Das Singen und Tanzen hörte auf. „Ist das ein siebenten-Tags-adventistisches Flugzeug?“, frage ein Mann. Die Dorfbewohner hatten das Logo der drei Engel auf dem Heck gesehen. Gary war überrascht. Er hatte nicht erwartet, dass die Menschen in Suminka, das bislang lediglich über einen langen Fußmarsch erreichbar gewesen war, schon von der Adventgemeinde gehört hatten. Die Einwohner sagten ihm, viele von ihnen würden den Sabbat halten. Der Grund dafür, meinten sie, sei ein Hund, der Siebenten-Tags-Adventist wurde.

Ein ungewöhnlicher Traum

Die Geschichte begann vor mehreren Jahren kurz hinter der Grenze in Papua-Neuguinea, als der adventistischer Pastor Moses und ein Laienprediger namens Darius eines Nachts denselben Traum hatten. Am Morgen sagte einer: „Ich hatte letzte Nacht einen Traum.“ Der andere erwiderte: „Ich auch, ich wollte es dir nur nicht sagen.“ Beide hatten im Traum einen Engel gesehen, der gesagt hatte: „Geht nach Suminka.“

Einige Tage darauf machten sich die beiden Männer auf den Drei-Tage-Marsch nach Suminka. Als sie beim Dorf angekommen waren, kündeten sie evangelistische Versammlungen an, die eine Woche lang jeden Abend unter einem Baum am anderen Ende des Dorfes abgehalten werden sollten. Doch am ersten Versammlungstag erkrankte Pastor Moses an Malaria. Er wurde furchtbar krank, und die Dorfbewohner rechneten mit seinem Tod. „Sollte es doch noch besser werden, kommen wir zum Vortrag“, sagten sie.

Den ganzen Tag über ging es Moses schlecht. Doch um 17 Uhr fühlte er sich auf einmal besser. Er nahm ein Bad und predigte. Danach fühlte er sich wieder sehr krank. Das wiederholte sich die ganze Woche: Er war krank bis 17 Uhr, erholte sich, badete und predigte; dann fiel er zurück in sein Bett. Bei den Versammlungen erzählte er den Leuten vom Sabbat und warnte vor unreiner Kost wie Schweinefleisch. Wildschweine sind im Papua-Gebirge eine beliebte Speise.

Als die Woche um war, machte Pastor Moses einen Aufruf. Keiner kam nach vorn. Tief enttäuscht kehrten Pastor Moses und Darius wieder nach Hause zurück. Sie fragten sich, warum sie den Traum gehabt hatten, wenn sie nichts bewirken konnten.

Ein anderer Hund

In Suminka ging das Leben wie gewohnt weiter – bis zum Samstagmorgen. Der beste Jagdhund des Dorfes, Dolby, stand auf und trottete den Pfad hinunter. Sein Besitzer und andere Dorfbewohner dachten, er habe etwas gewittert, und folgten ihm. Der Hund ging zu dem Baum, wo der Missionar gesprochen hatte, und setzte sich. Das fanden die Dorfbewohner seltsam.

Am nächsten Samstag passierte das Gleiche: Der Hund stand auf, ging rüber zum Baum und setzte sich. Er wollte samstags nicht mehr jagen. Den Einwohnern fiel auch auf, dass der Hund kein Schweinefleisch mehr aß. Außerdem weigerte er sich, Wildschweine oder andere unreine Tiere zu jagen. „Dolby ist Siebenten-Tags-Adventist geworden“, meinte einer. „Wenn er den Sabbat hält, sollten wir das auch“, sagte ein anderer.

Viele Dorfbewohner begannen, den Sabbat zu feiern, und aßen keine unreinen Speisen mehr. Der Missionspilot Gary war begeistert, als er von der Geschichte hörte, und rief später Pastor Moses an. Weil der Pastor weiter weg von Suminka war, kontaktierte er Darius und bat ihn, ein Jahr in dem Dorf zu verbringen, um den Leuten die Wahrheiten der Bibel weiterzugeben.

Heute besucht rund die Hälfte der 200 Erwachsenen und Kinder des Dorfes den Sabbatgottesdienst, und 21 Personen sind getauft worden. Dolby mag noch immer keine unreine Nahrung. Die Leute sagen, er sei ein sehr gesunder Hund.

 

Dieser Artikel hat 1 Kommentare

  1. Sonja Jung Antworten

    Das ist die schönste Bekehrungsgeschichte die ich je gehört habe. Wie Humorvoll Gott doch ist. Gelob sei der HERR bis in alle Ewigkeit!!!

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Kommentare auf dieser Website sollen für nachfolgende Besucher von Nutzen sein. Unsere ganz subjektiven Moderatoren mögen daher Beiträge, die zum Thema passen, kultiviert sind und Lesewert mitbringen.