An Schlaf kommt keiner vorbei. Schlaf gehört zu den lebenswichtigsten Faktoren menschlichen Daseins. Und doch kann die Qualität des Schlafes stark variieren. Das liegt unter anderem an der Länge des Schlafs, der Regelmäßigkeit, der Tages- bzw. Nachtzeit, an der Schlafposition, dem Geräuschpegel, den Essenszeiten, aber auch an der Stärke des Lichteinfalls. Neue Studien belegen: Licht und Dunkelheit haben einen bedeutenden Einfluss auf das Wachstum von Krebszellen.

Wie die Forscher herausfanden, soll das Schlafhormon Melatonin die Wachstumsmechanismen von Krebszellen eindämmen. Wenn jedoch während des Schlafs Licht scheint, sinkt der Melatoninspiegel und Krebszellen werden weniger wirksam am Wachsen gehindert. Bereits das Licht einer Straßenlaterne, so das Forschungsergebnis, würde das Krebswachstum bis auf das 2,6-fache beschleunigen.

Manolis Kogevinas

Besonders empfindlich reagiert der Körper auf künstliches Licht und auf die blauen Lichtanteile. Wer vor dem Schlafen gehen noch einen Film schaut, vor dem Computerbildschirm sitzt oder sein Smartphone benutzt, setzt sich einem erhöhten Krebsrisiko aus. Das geht aus Studienergebnissen des Wissenschaftsteams um Krebsforscher Manolis Kogevinas hervor. „Es gibt Belege für eine Verbindung zwischen künstlichem Licht bei Nacht, des dadurch gestörten Tag-Nacht-Rhythmus‘ und der Entstehung von Brust- und Prostatakrebs“, so Kogevinas. Die Ergebnisse zeigten, dass jene Menschen, die nachts besonders hohen Blaulichtmengen ausgesetzt waren, ein um 1,5- bis 2-fach erhöhtes Risiko hatten, Brust- oder Prostatakrebs zu entwickeln.

Nächtliches Dämmerlicht, so das Resultat einer weiteren Studie aus dem Jahr 2019, könne bei Brustkrebs dazu führen, dass der Krebs in die Knochen streut, das Risiko für Knochenmetastasen also steigen lässt.

Gesunder Schlaf ist wichtig für unser Immunsystem, für die Vorbeugung ernstzunehmender Krankheiten sowie für unser allgemeines Wohlbefinden. Damit der Schlaf seinen zugedachten Zweck erfüllt, sollte man nachts statt tagsüber schlafen, eine allgemeine Regelmäßigkeit der Bettgehzeiten einführen und sich am Abend von elektronischen Medien fernhalten. Darüber hinaus sollte der Geräuschpegel so weit wie möglich gesenkt werden und die Schlafphase in größtmöglicher Dunkelheit stattfinden. Erst das ermöglicht eine ausreichende Ausschüttung von Melatonin, welches nun seine gesundheitsfördernden Effekte mit sich bringt.

Tun Sie sich selbst einen Gefallen und erlauben Sie Ihrem Körper einen gesunden Lebensrhythmus. Ein erholsamer Schlaf bereitet Sie auf die Aufgaben vor, die am folgenden Tag auf Sie warten.

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