Nach guten Nachrichten muss heute gesucht werden. Wenn denn eine solche gefunden wird, handelt es sich nicht selten um das sprichwörtliche Glück im Unglück. Um ein solches handelte es sich, als Ende Januar die verschiedensten Nachrichtenagenturen der Welt vermeldeten, dass elf von zweiundzwanzig verschütteten Minenarbeitern einer Goldmine in China gerettet worden seien.

Begonnen hatte das Drama bereits am 10. Januar 2021 in einer Goldmine in Qixia nahe Yantai in der Provinz Shandong im Osten Chinas. Dort war es aus ungeklärter Ursache zu einer Detonation gekommen. Dabei waren 22 Bergarbeiter in ungefähr 600 Meter Tiefe verschüttet worden. Der Ausstieg für sie war versperrt und das interne Kommunikationssystem stark beschädigt worden.

Nach einer Woche wurde ein erstes Lebenszeichen vernommen. Rettungstrupps hatten Löcher gebohrt und danach Schläge gegen das Bohrgestänge vernommen. Durch die Bohrung wurde Nahrung in Form von Nährstofflösung an Stahlseilen zu den Verschütteten hinuntergelassen. An der Oberfläche wurde gespürt, wie unten an den Seilen gezogen wurde. Später gelangte eine handgeschriebene Notiz durch solch einen gebohrten Rettungsschacht an die Oberfläche und teilte den Rettern mit, dass dort unter Tage in ca. 540 Meter Tiefe zehn Menschen am Leben seien, 100 Meter tiefer noch ein weiterer. Vier von ihnen seien verletzt, einer davon ins Koma gefallen. Auch der Zustand der anderen acht habe sich wegen des Mangels an frischer Luft und frischen Wassers verschlechtert. Im Schacht befinde sich viel Rauch und Wasser. Außerdem wurde um Verbandsmaterial und um Medikamente gebeten. „Setzen Sie Ihre Rettungsbemühungen fort! Wir haben Hoffnung! Danke!“, heißt es in der Notiz, die mit Bleistift auf Notizbuchpapier geschrieben und auf der offiziellen Website von Xinhua veröffentlicht wurde.

Nun wurde fieberhaft gearbeitet. Unter Einsatz von Kränen und einem riesigen Tiefbohrer brachten Dutzende Einsatzkräfte Erde und Gestein aus den Schächten nach draußen. Die Rettungsarbeiten wurden erschwert, da das Gestein des Bergwerks überwiegend aus Granit bestand und man nur langsam vorankam. Im Verlauf dieser Zeit starb noch einer der Verletzten. Sorge bereitete auch der steigende Wasserspiegel in den Schächten.

Doch die harte Arbeit wurde belohnt. Zwei Wochen nachdem sich die Explosion unter Tage ereignet hatte, konnten durch die Rettungskräfte elf verschüttete Minenarbeiter an die Oberfläche geholt werden. Das Tageslicht erblickten sie trotzdem nicht sofort, da ihre Augen auf Grund der langen Dunkelheit vorerst mit einer Augenbinde geschützt wurden. Einige der Geretteten konnten laufen, zwei der Verletzten waren durch die heruntergelassene Nahrung soweit gestärkt worden, dass am Ende nur einer als verletzt galt. Laut der chinesischen staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua blieben vorerst mehr als 600 Einsatzkräfte mit Gerät  vor Ort, um die Suchaktion nach weiteren Verschollenen fortzusetzen. Neun weitere Minenarbeiter konnten mittlerweile nur tot geborgen werden. Es mag scheinen, dass wir hier auf der Erde allein gelassen sind, verlassen von Gott und der Welt. Verzweiflung nimmt überhand, Auswege sind keine sichtbar. Menschlich gesehen scheint alles verloren. Doch es naht Hilfe von oben. Keine Bitte, kein Gebet verhallt ungehört. „Und es soll geschehen: Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören.“ (Jesaja 65,24) Gott sucht uns. Unter Aufbietung aller seiner Kräfte, unter Einsatz seines eigenen Lebens tut Gott ALLES, um uns zu befreien. Auch wenn es mitunter scheint, als wäre dem nicht so: Rettung naht. Jesus kommt bald, um alle seine Kinder zu sich zu nehmen, jeden, der sich danach sehnt. Kontakt aufnehmen allerdings kann man schon heute. Diese Gelegenheit sollte man sich nicht entgehen lassen, die schon hier und heute Licht ins Dunkel, in den Alltag und in jede noch so verzweifelte Situation hineinzubringen vermag.

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