16. Mai 2018

Im Iran tritt eine immer größere Anzahl von Muslimen zum Christentum über. Beobachter gehen von bis zu vier Millionen Konvertiten in der islamischen Republik aus. Berichtet wurde dies von Mehrdad Fatehi, Leiter des Theologischen Zentrums PARS, auf der diesjährigen Stuttgarter Konferenz für Weltmission am 13. Mai 2018 vor rund 800 Besuchern.

Die Entwicklung begann demnach vor rund 20 Jahren durch „Begegnungen“ verschiedener Personen „mit dem auferstandenen Jesus“. Es folgten vermehrt Erfahrungsberichte über Wunderheilungen und Christus-Erscheinungen, Träume und Visionen. Interessierte nutzten auch die über Satellit ausgestrahlten christlichen Fernseh- und Radiosendungen. Unzufriedenheit über die inneren Probleme des Landes und die eingeschränkte persönliche Freiheit verstärkten die Suche nach etwas Besserem.

Der Iran hat rund 80 Millionen Einwohner. Weil ein Religionswechsel bei Todesstrafe verboten ist, bleibt den iranischen Christen nur, sich in Untergrundgemeinden zu versammeln. Laut Fatehi unterstützt PARS sie mit Fernkursen für Pastoren und Leiter sowie diversen Internetangeboten.

Konferenzveranstalter Ulrich Weinhold sah im Iran ein Beispiel dafür, dass Gott selbst dort Türen öffnen könne, wo es menschlich unmöglich sei. Doch sei es wichtig, die Chancen zu nutzen, weil niemand wisse, ob sich das Blatt nicht eines Tages wendet. Als Illustration nannte er das hinduistisch geprägte Nepal, das in den letzten Jahren Christen geduldet, 2017 aber wieder strengere Religionsgesetze erlassen habe.

Christen wissen um den Auftrag: „Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ (Markus 16,15) Dies waren die letzten Worte von Jesus Christus an seine Jünger, bevor er vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen wurde. Und schon damals wirkte Gott mit den Bemühungen seiner Nachfolger zusammen, indem er durch Träume und Visionen zu Menschen sprach.

Quelle: idea

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