Wenn ein Thema in den letzten Monaten oder gar Jahren die mediale Öffentlichkeit beherrschte, dann war es definitiv der Klimawandel. Ein Tag ohne neue Wasserstandsmeldungen, Klimaschutzdemonstrationen oder politische Statements zur Erderwärmung ist eine Rarität geworden. Erst am vergangenen Freitag etwa drehte sich alles um die Teilnahme der schwedischen Umweltaktivistin Greta Thunberg an den Protestaktionen vor dem Weißen Haus.

Das Thema Klimarettung ist publikumswirksam wie kaum ein anderes und ruft dementsprechend auch immer mehr politisch erwirkte Maßnahmen auf den Plan. In der Klimaschutzdebatte hat nun die Politikwissenschaftlerin Prof. Ulrike Ackermann zu mehr Sachlichkeit gemahnt. Die Klimarettung als oberstes politisches Primat über alles zu setzen, so sagt sie gegenüber dem Deutschlandfunk, komme fast einer Religion gleich. Dabei spricht sie sich durchaus für eine Debatte über einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen aus – dieser Diskurs müsse aber rational geführt werden.

Prof. Dr. Ulrike Ackermann,
© http://www.ulrike-ackermann.de

In einem Interview mit FOCUS Online kritisiert Ackermann außerdem, dass in Bezug auf den Klimaschutz viele politische Entscheidungen zu vorschnell getroffen werden. Ein prominentes Beispiel ist das geplante Plastiktütenverbot, das von vielen Experten als reine Symbolpolitik angesehen wird. Plastiktüten machen nämlich nur einen winzigen Teil des deutschen Plastikmülls aus. Statt also dem Klimawandel wirksam entgegenzutreten, könnte ein solches Gesetz sogar kontraproduktiv sein: Wenn anstelle der Plastiktüten der Verbrauch von Papiertüten steigt oder Verbraucher gar auf die vom Verbot nicht betroffenen Obstbeutel zurückgreifen, dann ist aus ökologischer Sicht nichts gewonnen.

Ein weiteres Beispiel für die widersprüchliche Klimapolitik der Bundesrepublik sei laut Ackermann der abrupte Ausstieg aus der Atomenergie. Dieser habe „dazu geführt, dass wir schmutzigen Strom aus Nachbarländern einkaufen müssen“.

Die Liste widersprüchlicher Symbolpolitik ist lang. Oftmals handelt es sich um blanken Aktionismus, da einige Ansätze bei genauerem Hinsehen gar nicht so klimafreundlich sind, wie sie zunächst anmuten. Dennoch sind Maßnahmen wie beispielsweise die CO2-Steuer äußerst populär. Und das liegt nicht zuletzt auch am Charakter der Klimarettung, der einer Ersatzreligion gleicht, wie nicht erst Ulrike Ackermann bemerkt. Es hilft wenig, wenn das Klima weit über andere wichtige Politikfelder erhoben wird. Es besteht die Gefahr, dass wissenschaftliche Fakten zugunsten einer Klimahysterie aus dem Blick geraten. Der Klimawandel nimmt bedrohliche Ausmaße an: Darum braucht es in dieser aufgeheizten Stimmung keinen „religiösen Eifer“ für die Umwelt, sondern ein sachliches Umdenken mit rationalen Lösungen.

Dieser Artikel hat 1 Kommentare

  1. Apache Antworten

    Wetter und Klima, das sind doch die mit Gefühlen und Empfindungen geladenen Themen abseits des Menschen, also im Außen schlechthin. Jeder hat Gefühle, jeder hat Empfindungen. Ist es zu heiß passt es nicht, ist es zu kalt passt es nicht, ist es zu trocken passt es nicht, ist es zu nass passt es nicht, ist alles ausgewogen passt es dennoch nicht, denn dann will man mehr Sonne und mehr Wärme und weniger Wind oder mehr Wind usw. usw.

    Das Thema Wetter und Klima ist das Thema Menschen von anderen Dingen perfekt abzulenken und von vorne bis hinten zu manipulieren und zu drangsalieren und zu treiben und zu beherrschen wie man es gerade braucht. Das Thema Wetter und Klima ist wie eine Impfinjektion mit der verschiedene andere Themen in die Psyche und den Geist der Menschen verdeckt eingeschmuggelt werden.

    Es geht darum, die Menschen emotional aufzupeitschen immer mehr und immer, damit die Gesellschaft zum kochen kommt, das ist das Ziel – Hyperreaktionismus, Hyperaktivismus um andere Ziele zu erreichen die man niemals ansprechen wird, die aber dennoch ständig präsent sind und vorangetrieben werden.

    Es wird ein Klima des Überlebens geschaffen in allen Aspekten.
    Das Klima des Lebens selbst wird dabei mehr und mehr zerstört.

    Die Frau Prof. kann reden was sie will. Der wird es ebenso gehen wie mir. Es interessiert sich niemand die Bohne dafür, was sie sagt und meint. Den Beherrschern geht es um ganz andere Ziele. Die Friday for Future Bewegung steht u.a. in Verbindung mit dem Club of Rome und der wiederum ist eine Filiale der Freimaurerei, einer global agierenden Geheimgesellschaft die selbst auch nur ein Teil einer super großen und extrem lebensfeindlichen geheimen Hierarchie ist.

    Greta Thunberg erinnert extrem an Martin Luther – sehr extrem!
    Die Bewegung um Martin Luther hat den 30 jährigen Krieg ausgelöst wie wir wissen.
    Der Krieg den Greta Thunberg auslösen wird,
    wird sehr viel länger dauern und eine noch viel größere Katastrophe sein.

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