Hoffnung auf ein ewiges Leben

Lebensverlängerung ist heute das Thema aller Themen. Auf keinen Fall sterben!, ist der aktuelle Slogan, dem sich heute scheinbar alles unterzuordnen hat. Dafür wird so gut wie jede Verschlechterung der Lebensqualität in Kauf genommen – von stundenlangem Tragen einer FFP2 Maske, selbst im Freien, über das Eingesperrtsein in den eigenen vier Wänden, Kontaktverzicht mit lieben und nahestehenden Menschen und der Inkaufnahme eines wirtschaftlichen Totalzusammenbruchs der westlichen Welt bis hin zum Einverständnis, ja gar der Sehnsucht, sich mit Stoffen impfen zu lassen, die weder genügend erforscht noch deren Wirksamkeit evident nachgewiesen ist. Es scheint kaum etwas zu geben, was der Mensch nicht bereit wäre, zu tun oder aufzugeben, um wenigsten ein klein wenig Lebenszeit hinzugewinnen zu können.

„Hoffnung auf ein ewiges Leben“, titelte zum Jahreswechsel 2020/21 die Wissensrubrik des BR und setzte fort: „Wir werden immer älter und wünschen uns ein langes, gesundes Leben. Wie kann Altern gestoppt oder vielleicht sogar rückgängig gemacht werden? Die Alternsforschung sucht nach neuen Wegen.“ Es ist von reparierfreudigen DNA, Selbstheilungskräften und Medikamenten die Rede. Was aber ist wirklich in der Lage, das Leben der Menschen effektiv zu verlängern und gleichzeitig einen Zugewinn an echter Lebensqualität zu sichern?

Bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat in diesem Zusammenhang der 2005 in der Zeitschrift „National Geographic“ erschienene Artikel „The Secrets of Long Life“ von Dan Buettner. Zusammen mit einigen Wissenschaftlern reiste er jahrelang durch die Welt auf der Suche nach Gegenden, in denen die Menschen am längsten gesund blieben und am ältesten würden. Am Ende identifizierte er fünf solcher „Blue Zones“: Ikaria in Griechenland, Okinawa in Japan, Ogliastra auf Sardinien, die Adventisten von Loma Linda in Kalifornien sowie die Halbinsel Nicoya in Costa Rica. „Die Bewohner dieser Orte produzieren eine hohe Rate an Hundertjährigen, erleiden einen Bruchteil der Krankheiten, die in anderen Teilen der entwickelten Welt häufig Menschen töten, und genießen mehr Jahre guter Gesundheit“, wird Dan Buettner aus „The Secrets of Long Life“ zitiert.

Stellt man die immer wieder zitierten Lebensstilmerkmale der Menschen in Okinawa, Sardinien und den Blauen Zonen von Loma Linda in einem Venn-Diagram graphisch dar, ergeben sich folgende sechs gemeinsame Kennzeichen

  • Familiy first – die Familie ist wichtiger als andere Anliegen 
  • Nicht Rauchen
  • Pflanzenbasierte Ernährung – der Großteil der verzehrten Nahrung stammt aus Pflanzen. 
  • Ständige moderate körperliche Aktivität – ein untrennbarer Bestandteil des Lebens. 
  • Soziales Engagement – Menschen jeden Alters sind sozial aktiv und in ihre Gemeinschaften integriert. 
  • häufig konsumierte Hülsenfrüchte  

Weitere wichtige Gesichtspunkte aller 5 Blaue-Zonen-Gebiete waren unter anderem: 

  • natürliche Bewegung wie Gartenarbeit an Stelle von Marathons oder Gewichte stemmen
  • das Vorhandensein eines echten Lebenssinns – Warum stehe ich am Morgen auf?
  • ein guter Umgang mit Stress und Stressabbau (zum Beispiel Gebet)
  • Mäßigkeit in der Nahrungsaufnahme und Kalorienzufuhr (80-Prozent-Regel; Aufhören, bevor das Sättigungsgefühl einsetzt)

Dabei sind die Adventisten die einzigen der fünf Blue Zones, bei denen auf Alkohol und Tabak komplett verzichtet wird. Auch spielt das Glaubensleben in ihrem Alltag eine herausragende Rolle, was sie wiederum mit den Urvätern der Bibel gemeinsam zu haben scheinen, welche eine nahe Beziehung und ein enges Verhältnis mit ihrem Schöpfer verband.

Wie die ÄrzteZeitung berichtete, gab es bei Personen, die in einem Untersuchungszeitraum zwar nicht regelmäßig, aber gelegentlich zur Kirche gegangen waren, eine um 29 Prozent verringerte Sterberate. Bei solchen, die einen Gottesdienst regelmäßig mindestens einmal pro Woche besuchten, wurde eine Reduzierung der Sterberate sogar um 45 Prozent festgestellt. „Umgerechnet auf die 16 Studienjahre entspricht dies einer Lebenszeitverlängerung von fast einem halben Jahr. […] Regelmäßiger Kirchgang war zudem mit einer 27 Prozent geringeren Rate an kardiovaskulär bedingten und einer 21 Prozent niedrigeren Rate an krebsverursachten Todesfällen verbunden.“ 

Auch eine optimistische Lebenseinstellung erhöht die Wahrscheinlichkeit eines höheren Lebensalters entscheidend, zitiert die FAZ die Ergebnisse einer Studie, die in den „Proceedings“ der amerikanischen Akademie der Wissenschaften („PNAS“) erschienen. 

Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können. Bemerkenswert ist dabei, dass keine dieser lebensverlängernden Punkte auf medikamentöser Behandlung beruht oder die Lebensqualität einschränkende Maßnahmen. Im Gegenteil: Die Erhöhung der Lebensqualität geht bei den Blaue-Zonen-Modellen mit der Verlängerung des Lebens Hand in Hand.

Last but not least: Warum sich mit einigen Monaten Lebenszeit zusätzlich begnügen? Ewiges Leben ist nachgefragt und angesagt; es ist Zielpunkt der Frohen Botschaft! Die Bibel ist voll mit Verheißungen, die ewiges Leben denen zusagen, die in Christus sind. „Das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“ Danach ist es wert, zu streben: Ewiges Leben in unendlich hoher Lebensqualität!

stph

Dieser Artikel hat 2 Kommentare

    • Johanna Scheefe Antworten

      Liebes AD-Team,
      der Artikel gefällt mir gut, denn er ist zeitnah, verbindet die derzeitige Corona-Situation mit dem Wunsch der allermeisten Menschen nach Leben (ohne diverse Probleme bzw. Einschränkungen). Die Abkürzung des „Verfassernamens“ mit „stph“ finde ich allerdings auch etwas merkwürdig. Was ich aber besonders anregen möchte, ist, dass in den Artikeln von AD nicht so viele englische Begriffe verwendet werden, da ältere Menschen diese oft nicht verstehen. Da, wo es nicht anders geht, wie z.B. bei Buchtiteln, sollte man die deutsche Übersetzung ggf. in Klammern gesetzt daneben schreiben. Ich würde den Artikel gern für missionarische Zwecke weiterleiten, aber z.B. die Überschrift zum Artikel „The Secrets of Long Life“ versteht mein potentieller Empfänger (69 Jahre) leider nicht, dabei wäre das nun gerade wichtig. Ich versuche es trotzdem, weil mir besonders gut gefällt, dass in diesem Artikel das Angebot Gottes, das Evangelium, unaufdringlich, aber dennoch eindeutig angesprochen wird. Danke dafür. Maranatha! Johanna Scheefe

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