Mitte September berichteten diverse Nachrichtenportale, dass es neue Anzeichen für biologisches Leben auf der Venus gebe. Demnach sei es Astronomen gelungen, ein vielversprechendes Molekül in der Wolkendecke der eher lebensfeindlichen Venus aufzuspüren.

Zwei britisch-amerikanische Forschungsteams entdeckten in der Venus-Atmosphäre Hinweise auf das Vorkommen von Monophosphan. Auf der Erde wird dieses Gas nur von Mikroorganismen oder industriell produziert. Dieser Umstand veranlasste so manchen Journalisten zu einer Sensationsberichterstattung mit überdramatisierenden Überschriften, Statements und Hypothesen, die durch den inhaltlichen Befund nicht gerechtfertigt sind.

Das Wettervorhersageportal WetterOnline kommentierte:

„Gibt es Leben auf unserem Nachbarplaneten Venus? Sollte sich die Entdeckung mikrobiellen Lebens auf unserem Nachbarplaneten bestätigen, würde dies unser bisheriges Bild des Kosmos in seinen Grundfesten erschüttern. Die Entstehung von Leben wäre dann keine von einer schier unglaublichen Kette außergewöhnlicher Zufälle abhängige Ausnahme mehr – sondern der Regelfall.“

Die offene Frage lautet: Sind die unsere Erde bewohnenden Lebewesen inklusive dem Menschen aus dem Plan und dem Handeln eines intelligenten Schöpfers entstanden oder sind sie das Produkt eines evolutionären Zufallsprozesses? Findet man auch auf anderen Planeten organisches Leben, dann ist die Erde kein so privilegierter Planet, wie bisher angenommen. Dann könnte die Entstehung von Leben in unserem Universum unter Umständen ein mehrfach auftretender evolutionärer Prozess sein – was wiederum einen Schöpfergott als Antwort auf die menschliche Herkunftsfrage als nicht mehr notwendig erscheinen ließe.

Anders als es die Sensationspresse nahelegt, ist der Fund von Monophosphan in den Wolken der Venus jedoch bei weitem kein belastbares Indiz für Leben auf unserem Nachbarplaneten. In der Meldung des renommierten Fachmagazins Nature Astronomy, das das Forschungsergebnis der britisch-amerikanischen Wissenschaftler publizierte, wird eine ganze Reihe an denkbaren Ursachen für den Fund diskutiert und ausgeschlossen – darunter auch die denkbare Existenz mikroorganischen Lebens. Die Forscher betonen dabei, bisher lediglich ein für Monophosphan typisches Emissionssignal entdeckt zu haben, nicht aber das Gas selbst. Am Ende des Artikels stellen sie unmissverständlich klar:

„Wir betonen, dass der Nachweis von PH3 [Monophosphan] kein sicherer Hinweis auf Leben ist, sondern auf ungewöhnliche und ungeklärte Chemie. Für die Vorstellung von Leben in den Wolken der Venus gibt es erhebliche konzeptionelle Probleme.“

Gott hat uns Menschen erstaunliche Fähigkeiten geschenkt, um die Natur um uns herum besser verstehen zu können. Nutzen wir sie doch nicht für die zweifelhafte Suche nach Erkenntnissen, die lediglich unsere vorgefertigten Denkmuster befriedigen sollen, sondern nutzen wie sie, um ehrliche Antworten auf unsere tiefsten Fragen zu finden!

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