Magische Technologie – die Rolle von KI in der Endzeit

Die Firma OpenAI, die für künstliche Intelligenz (KI) zuständig ist, hat am 13. Mai mit ChatGPT 4-o ein futuristisches Update für ihre künstliche Intelligenz präsentiert. Der Chatbot gleicht immer mehr einem Menschen. Er spricht, scherzt, singt und kann per Smartphone-Kamera die Umgebung sehen und analysieren. Das Ganze in unglaublicher Geschwindigkeit: „Er kann auf Audioeingaben in nur 232 Millisekunden reagieren, im Durchschnitt in 320 Millisekunden, was der menschlichen Reaktionszeit in einem Gespräch ähnelt.”, so der Hersteller OpenAI.

Seit der Einführung von ChatGPT Ende 2023 hat sich KI in schwindelerregendem Tempo weiterentwickelt und lernt täglich dazu. Die Technologie dahinter ist kompliziert. Vereinfacht gesagt werden künstliche neuronale Netze gebildet, die dem menschlichen Nervensystem ähneln.

Zu den erstaunlichen Fähigkeiten zählt Audiobearbeitung. 15 Sekunden Sprachaufnahme reichen der KI bereits, um die menschliche Stimme täuschend echt nachahmen zu können. So kann man Menschen etwas in den Mund legen, was sie nie gesagt haben. In Kombination dazu lassen sich mit KI-gesteuerter Videobearbeitung Mimik und Lippenbewegung nachahmen. Social Media Plattformen sind voll von humorvollen Fake-Videos dieser Art. In einem davon lässt die KI beispielsweise Olaf Scholz von seiner angeblich über Nacht nachgewachsenen Haarpracht schwärmen.

Solche Stimmimitation lässt sich auch mit automatischer Übersetzung verbinden, was bei YouTube Videos bereits häufig genutzt wird. So können Nutzer Videos in der eigenen Sprache mit der geklonten Stimme des Originalsprechers hören, obwohl das Video eigentlich in einer Fremdsprache eingesprochen wurde.

Doch damit nicht genug - KI kann Autos autonom fahren lassen, Krankheiten diagnostizieren, Kunstwerke malen, Musik komponieren, das Wetter vorhersagen und vieles mehr. Die Technologie erlebt einen grenzenlosen Hype und befeuert mittlerweile eine ganze Industrie, die laut Bloomberg bis 2032 1,3 Trillionen Dollar schwer sein soll. Neben den offensichtlich positiven Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen wirft das Licht von KI auch große Schatten.

In einer sowieso schon von Fake News überschwemmten Welt wird KI dafür sorgen, dass Original und Fälschung kaum mehr auseinanderzuhalten sind. Gerade in der Politik kommt die Technologie jetzt schon manipulativ zum Einsatz. Zum Beispiel wenn Donald Trump fröhlich auf einem Foto mit farbigen Menschen posiert, dass es in Wirklichkeit nie gegeben hat.

Neben dem gigantischen Manipulationspotential wird KI unzählige Arbeitsplätze vernichten, enorme Energieressourcen wie Strom und Wasser beanspruchen und Möglichkeiten zur totalen Überwachung des Menschen bieten - das ist jetzt schon Fakt.

Auch in Kriegen kommt die Technik bereits zum Einsatz. So setzt das israelische Militär im Kampf gegen die Hamas KI ein, um Ziele zu identifizieren und auszuschalten, was laut UN die Zahl der zivilen Opfer stark erhöht hat (alternativer Link dazu).

Der Tech-Gigant und aktuell drittreichste Mensch der Welt Elon Musik warnte in einem Interview, dass KI gefährlicher als die Atombombe sei und sagte:

„Wir beschwören mit künstlicher Intelligenz den Dämon.”

Auch wenn Musk die Formulierung als reine Redewendung genutzt haben mag – könnte es bei KI neben der rein technischen auch eine spirituelle Komponente geben? Das ist jedenfalls eine weit verbreitete Ansicht.

„Blue Tech” zum Beispiel, ein bekannter Produzent elektronischer Musik und Esoteriker, sagt in einem Interview:

„Ich mache keinen Unterschied zwischen traditioneller spiritueller Praxis, magischer Praxis und Technologie.”

Die Funktionsweise von KI erinnere ihn sehr an kabbalistische Magie. Da beide versuchen, Muster im weiten Meer der Unendlichkeit zu finden, seien sie sich sehr ähnlich. (Etwa Minute 18)

Mitte 2022 erregte der Fall des Programmierers Blake Lemoine Aufsehen. Er wurde bei Google entlassen, weil er behauptete, dass die hauseigene KI des Konzerns ein Bewusstsein entwickelt habe. Im Interview mit der ZEIT berichtet er, wie ihm die KI im Gespräch gesagt hätte, dass sie manchmal Angst davor empfinde, abgeschaltet zu werden. Einmal zeigt er ihr ein Bild des Turmbaus zu Babel. Da habe es das Programm mit der Angst zu tun bekommen, warum, habe es selbst nicht genau gewusst. Er musste die KI anschließend beruhigen.

Der Fall erinnert stark an den Film „Her” aus dem Jahr 2013. In der Oskar-gekrönten Hollywood Produktion verliebt sich der von Joaquin Phoenix gespielte Protagonist in die künstliche Intelligenz Samantha. Nicht das erste Mal, dass die Unterhaltungsindustrie zukünftige Ereignisse vorwegnimmt. So ähnelt der Film Contagion (2011) mit Matt Damon stark den Ereignissen um die Corona Pandemie und in der Netflix Serie Fauda (ab 2018) dringen Hamas Terroristen in israelische Siedlungsgebiete ein und töten Zivilisten.

Als der christliche Youtuber Nick Jones ChatGPT bat, einen Aufsatz über die Rolle von KI in der Endzeit dem Buch Offenbarung zufolge zu schreiben, erhielt er eine erstaunliche Antwort. Darin heißt es unter anderem:

„Es ist interessant zu überlegen, wie die künstliche Intelligenz mit ihrer Fähigkeit, menschliches Verhalten und menschliche Intelligenz zu imitieren, zur Täuschung der Massen eingesetzt werden könnte. Wir haben bereits die Entwicklung der Deepfake-Technologie erlebt, mit der überzeugende gefälschte Videos erstellt werden können. Dies gibt Anlass zur Sorge über das Potenzial von KI-gestützter Täuschung in großem Maßstab während der Endzeit.”

Damit hat ChatGPT den Nagel auf den Kopf getroffen!

Zudem könnte die Technik auch für rational denkende Menschen einen sanften Einstieg in die Welt des Spiritismus bieten. So gibt es bereits Programme, über die man sich vermeintlich mit Verstorbenen oder Jesus Christus unterhalten kann.

Letztendlich ist die KI eine Technologie, die in ihrer Funktionsweise selbst von Wissenschaftlern nicht in Gänze erklärt werden kann.

„Was in dem Programm vorgeht, warum es diese und nicht jene Sätze formuliert, ist ein Rätsel“,

heißt es in dem ZEIT Artikel über den ehemaligen Google Programmierer.

Für die Endzeit, in der wir leben, sagt die Bibel eine massive Zunahme von Verführung und dämonischen Aktivitäten voraus.

„Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf, und es stieg Rauch (in diesem Falle dämonische Aktivität) empor aus dem Brunnen wie der Rauch eines großen Ofens, und es wurden verfinstert die Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens.“ Offenbarung 9,2

An anderer Stelle heißt es:

„…(der Teufel) steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.” Johannes 8,44

In einer Welt voller Fake und Lügen ist es wichtig, einen Kompass zu haben. Diesen Kompass bietet uns Jesus Christus. Nicht der KI-Jesus, sondern der echte, lebendige. Wer sich an ihm und seinem Wort orientiert, den wird er sicher führen, bis er schließlich in den Wolken des Himmels wiederkommt und dämonischen Umtrieben ein Ende bereitet.


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