In Zeiten von diversen Mängeln und Skandalen auf deutschen Schlachthöfen, bekommen Fleischproduktion und allgemeiner Fleischverzehr auch seitens wissenschaftlicher Erkenntnisse weiteren Gegenwind: Analysen menschlicher Knochen, Zähne, Fäkalprodukte und DNA weisen beachtenswerte Belege dafür auf, dass sich viele Vertreter der menschlichen Urgeschichte hauptsächlich von Pflanzen ernährten.

Wie aus Forschungen der Warinner-Group hervorgeht, soll der menschliche Körper nicht einmal darauf ausgelegt sein, Fleisch zu essen und zu verdauen. Christina Warinner, Kopf der Forschergruppe, ist Professorin für Anthropologie an der Harvard University und vor allem für ihre Erforschung der Evolution altertümlicher Mikrobiome bekannt. Ergebnissen ihrer wissenschaftlichen Arbeit zufolge soll der Mensch keine speziellen genetischen, anatomischen oder physiologischen Anpassungen an den Fleischkonsum haben. Im Gegensatz dazu fänden sich viele Anpassungen an den Verzehr von Pflanzen. Warinner erwähnt beispielhaft unsere bemerkenswert langen Verdauungstrakte. Diese seien eindeutig darauf ausgelegt, Pflanzen und Fasern zu verdauen, die im Körper eine längere Verarbeitungszeit erfordern als Fleisch.

Christina Warriner

In einem anderen Forschungsartikel geben die Autoren neue Einblicke in die Entwicklung der menschlichen Ernährung, indem sie Fäkalien analysierten. Im Fazit lasse sich feststellen, dass sich die Mehrheit der Vertreter der menschlichen Urgeschichte überwiegend fleischlos ernährte.

Auch die gesundheitlichen Folgen des Fleischverzehrs deuten darauf hin, dass der menschliche Körper darauf nicht ausgelegt ist. Eine 2015 veröffentlichte Studie weist für Menschen unter 65 Jahren eine enge Korrelation zwischen tierischer Proteinaufnahme und einem rapiden Anstieg des Risikos auf, an Krebs oder Diabetes zu sterben. Eine kürzlich von Forschern in Kalifornien und Frankreich durchgeführte Studie mit 81.000 Teilnehmern ergab, dass Fleischprotein mit einem sehr stark erhöhten Risiko für Herzerkrankungen einhergeht, während Protein aus Nüssen und Samen für das menschliche Herz von Vorteil ist. Die Forscher resümierten, dass „eine gesunde Ernährung auf der Grundlage von Proteinquellen befürwortet“ werden könne, jedoch „geringe Proteinbeiträge aus Fleisch und eine höhere Aufnahme von Pflanzenprotein aus Nüssen und Samen zu bevorzugen“ sei.

Im Harvard Health Letter heißt es dazu:

Wenn es darum geht, Protein in Ihre Ernährung aufzunehmen, ist Fleisch nicht die einzige Option. Immer mehr Beweise zeigen, dass die Reduzierung von Fleisch und die Erhöhung von pflanzlichem Protein ein gesünderer Weg ist. Eine Ernährung mit jeder Art von Fleisch erhöht das Risiko für Herzkrankheiten und Krebs im Vergleich zu einer vegetarischen Ernährung.

Die Liste, die Fleischkonsum mit gesundheitlichen Schäden in Verbindung setzt, ist lang. Zahlreiche Studien belegen dies; auch die WHO erkennt diesen Umstand an.

Dass die ersten Menschen auf dieser Erde eine rein pflanzen-basierte Ernährung pflegten, ist auch dem biblischen Schreiber bekannt. Nachdem Gott das erste Menschenpaar erschuf, sprach er zu ihnen:

Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.

1. Mose 1,29

Alles scheint dafür zu sprechen, dass es unserer körperlichen und seelischen Gesundheit helfen würde, uns an jener Ernährung zu orientieren, die unser Schöpfer ursprünglich für unseren Körper vorgesehen hat.

Dieser Artikel hat 1 Kommentare

  1. Karl Wolfgang Antworten

    Der Artikel kann ich voll zustimmen, uns und den Tieren würde viel Leid erspart bleiben.
    Nur es geht den Obersten nur um das Geld,da sind Ihnen alle Mittel recht um das zu verhindern.

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