16. November 2016, ktfnews.com, Hal Mayer

endzeitPapst Franziskus hat die Gläubigen aufgerufen, nicht auf „Endzeit-Sensationen“ und „apokalyptische Prediger“ zu hören.

„Wer Jesus folgt“, sagte Franziskus, „kümmert sich nicht um Weltuntergangs-Propheten, Horoskope-Unsinn oder furchterregende Predigten, die vom wirklich Wichtigen ablenken.“
Christus selbst hat jedoch von dem Untergang geweissagt, auf den eine unbußfertige Welt zusteuert. Christus sagte die Zerstörung Jerusalems voraus und verglich die Endzeit prophetisch mit der Zeit Noahs und der Sintflut sowie mit der Zeit Lots und der Vernichtung von Sodom und Gomorra.

Es sei wichtig, fuhr der Papst fort, zwischen „dem Wort der Weisheit, das Gott täglich zu uns spricht“, und dem Geschrei derer, die „Gottes Namen benutzen, um Angst zu machen, um Spaltung und Furcht zu nähren“, zu unterscheiden.
Papst Franziskus’ Bemerkungen zielen zweifellos auf Evangelisten und andere Verkündiger ab, die über biblische Endzeit-Prophezeiungen sprechen. Vielleicht richten sie sich besonders an diejenigen, deren Mission es ist, aktuelle Ereignisse mit den Vorhersagen der Bibel zu verbinden und den Menschen zu helfen, sich auf die Krise des Sonntagsgesetzes vorzubereiten. Dennoch muss genau diese Botschaft verkündigt werden. Über das geistliche Babylon sagte Jesus durch den Apostel Johannes: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht an ihren Sünden teilhabt und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!“ (Offenbarung 18,4)

Franziskus leitete eine Messe im römischen Petersdom, als er diese Worte sprach. Die Messe gehörte zu den abschließenden Veranstaltungen des „Heiligen Jahres der Barmherzigkeit“ und des „Jubiläums der sozial Ausgeschlossenen“.
Die Predigt des Papstes handelte erstaunlicherweise von Jesu Worten über die Zerstörung des Tempels in Jerusalem und das Ende der Welt. Laut Jesus „wird es keinen Mangel an Konflikten, Hungersnöten, Erschütterungen auf der Erde und am Himmel geben, wenn die Zeit da ist“, sagte der Pontiff. „Jesus will nicht Angst machen“, fügte er an, sondern Gott „bittet uns, am Guten festzuhalten“ und dem „zu vertrauen, der nicht enttäuscht“.
Zwar ist es richtig, dass, wer in Christus ist, sich nicht fürchtet und ihm vertraut, doch hat Jesus uns auch aufgefordert, die Zeichen der Zeit zu beobachten und zu erkennen, in welchen Zeiten wir leben. Würde über die Apokalypse nicht mehr gepredigt, würden viele verloren gehen, weil sie weder die Zeichen der Zeit wahrnehmen noch sich auf die Krise vorbereiten würden.

Über die Armen und Ausgeschlossenen sagte der Papst: „Hier rührt der tragische Widerspruch unseres Zeitalters her: Während Fortschritt und neue Möglichkeiten zunehmen, was gut ist, sind immer weniger Menschen in der Lage, davon zu profitieren.“ Laut Franziskus sei dies „eine große Ungerechtigkeit, die uns viel mehr beschäftigen sollte als die Frage, wann und wie die Welt enden wird.“

„Dann werden sie anfangen, zu den Bergen zu sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Bedeckt uns! Denn wenn man dies tut an dem grünen Holz, was wird an dem dürren geschehen?“ (Lukas 23,30.31)

Quelle: Don’t listen to the ‘prophets of doom,’ Pope Francis insists

Dieser Artikel hat 8 Kommentare

  1. Lydia Benda Antworten

    Dass Jesus kommt ist die beste, schönste Hoffnung, die es gibt! Natürlich aber nicht für die Menschen, die Jesus nicht vertrauen und gehorchen. Um dieses zu tun, ist notwendig das ganze Wort Gottes zu studieren und das Erkannte anzuwenden.

  2. Stefan Kienast Antworten

    Der guter Papst Franziskus hat Recht, um nicht auf Endzeit Sensationen und Apokalischen Prediger zu hören. Nur wenn Jesus Christus kommt, dann sollen wir auf ihn hören

  3. Anja Antworten

    Es ist ganz verständlich, dass der Papst dazu auffordert, denn immerhin spielt die katholische Kirche und er selbst in der Offenbarung bzw. in ihrer Interpretation bekannter ,seriöser Bibelgelehrter eine nicht unbedeutende, aber negative Rolle. Wir sind am Ende der Gnaden – bzw. Endzeit angelangt und es wird eine schreckliche Zeit über die Erde kommen, aber wer sich zu Jesus bekennt wird errettet werden. Die Ungläubigen werden verloren gehen.

    • Christiane Sander Antworten

      Sehr gut geschrieben.
      Leider werden solche Kommentare oft belächelt und niedergemacht. Aber als Christ weiß man ja auch, wer hinter solchen Gedanken steht, Jesus garantiert nicht…

  4. Rei Seligman Antworten

    Die Predigt des Papstes zeigt mir wieder einmal, wie es mit psychologisch gut durchdachten Worten geschafft wird, die Zuhörer dazu anzuregen gegen die zu wettern, die den Auftrag Jesu noch ernst nehmen und den Menschen die Zeichen der Zeit erkennen lassen! Heute ist zum Glück die buchstäbliche Ausrottung und Verfolgung von Bibel lesenden und Gottestreuen Menschen durch demokratische Werte und Schutzmechanismen vorbei! Zumindest in großen Teilen Europas! Es gibt zwei Möglichkeiten auf Jesus zu hören; die eine ist die Bibel zu lesen und danach zu handeln, die zweite auf einen unbiblischen selbsternannten Stellvertreter Christi zu hören, der eine selbsterfundene Weisheit verkündet, die die Menschen einlullt um eben die Zeichen der Zeit nicht zu sehen und einer Kirche folgt die in ihrer gesamten Geschichte eben nicht Jesus gefolgt ist, sondern die Jünger Jesu, die sein Wort ( nicht das Wort von Menschen oder des Papstes) verkündigen verfolgt, ausgegrenst und umgebracht hat! Wer es fassen kann der fasse es! Wer wirklich Jesus nachfolgen möchte muss sich überlegen ob Gott wirklich mit einer Kirche konspiriert dessen Sünden sich über alle Massen und allen sichtbar gezeigt hat! Auch wenn der Papst es anders sieht, diejenigen, die das Wort Jesu verkündigen und gleichzeitig ihren Nächsten lieben sind auf der sicheren Seite! Und nicht diejenigen, die den Menschen sagen ; Friede, Freude, Eierkuchen, alles nicht schlimm, hört nicht auf die Weltuntergangspropheten! Genau so argumentierten alle Gotteslästerer, bis dann wirklich die Sintflut kam! Noah hat man auch ausgelacht um seiner Botschaft willen! Also Vorsicht vor den einlullenden und einschäfernden Worten!

  5. Christiane Sander Antworten

    Auch ein sehr guter Kommentar!!!
    Da sieht man mal, wer sich in der Bibel auskennt und sie richtig versteht, ist klar im Vorteil.
    Wir können nur dafür beten, dass viele Menschen den Irrglauben der katholischen Kirche begreifen.
    Amen

  6. Der Kleriker Antworten

    Der Papst will, dass man sich auf das Hier und Jetzt konzentriert. Soweit so gut. Aber gleichzeitig nimmt er dem Christen die Hoffnung auf die Belohnung weg, denn: Wenn dieses alles anfängt zu geschehen, so erhebt eure Häupter, darum, dass sich eure Erlösung naht! Wir sollen also laut Papst geben, aber ohne Hoffnung. Das ist typisch römisch-katholische Leitung. Was soll ich dazu sagen? Der Tag ist umso näher, je mehr es gibt, die davon nichts hören wollen…

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