Derzeit wird fast täglich ein Ansteigen der gemeldeten Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 vermeldet. „Bund und Länder weisen darauf hin, dass angesichts der nun beginnenden Herbst- und Winterzeit besondere Vorsicht geboten sei.“ Auf diese Weise wird der Eindruck erweckt, dass Corona an Gefährlichkeit und Dramatik zunimmt. Nach einigermaßen entspannten Sommermonaten entsteht so wieder eine medial erzeugte Atmosphäre der Angst. Auf den Straßen sind immer mehr Menschen zu beobachten, die auch unter freiem Himmel nicht wagen, den Mund- und Nasenschutz abzunehmen.

Neben Abstand, Hygiene und Masken wird vermehrt auf die Nutzung der Corona-Warn-App und Lüften verwiesen. Gleichzeitig soll „bei falschen persönlichen Angaben auf Gästelisten etwa in Restaurants … ein Bußgeld von mindestens 50 Euro gelten“, obwohl Zweckentfremdungen dieser Listen naheliegen.

Diese Praxis, immer mehr Unsicherheit in der Bevölkerung zu erzeugen, wird allerdings auch von kompetenter Stelle hinterfragt. So schreiben Prof. Dr. med. Ursel Heudorf und Prof. Dr. med. René Gottschalk im Hessischen Ärzteblatt am 25.09.2020: „Immer weniger Covid- 19-Infizierte müssen in ein Krankenhaus aufgenommen werden – dies trotz der Zunahme gemeldeter Fälle im August; seit vielen Wochen nehmen schwere Krankheitsverläufe ab; schwere Atemwegssymptome und Beatmungspflicht treten nur noch sehr selten auf.“

Ausgehend von den allgemein öffentlichen und zugänglichen Zahlen zur sogenannten Pandemie, kommen Heudorf und Gottschalk interessanterweise zu ganz anderen und mutmachenden Ergebnissen, als von der Mehrheit der Politiker verkündet.

Quelle: „Die Covid-19-Pandemie in Frankfurt am Main: Was sagen die Daten?“

„Die Zahl und der Anteil der an bzw. mit Covid-19-Verstorbenen nahm ab und stieg auch mit Zunahme der Meldungen im August nicht an. Seit Mai werden 0–3 Todesfälle pro Monat gemeldet – bei ca. 600 Todesfällen pro Monat insgesamt in Frankfurt am Main.“ Die Wiedereröffnung von Schulen hat laut Heudorf und Gottschalk zu keiner „erkennbaren Zunahme an Infektionen bei Kindern und Schulpersonal geführt … obwohl wegen Ängsten und Sorgen von Schulgemeinden viele Tests vorgenommen wurden“.

Quelle: „Die Covid-19-Pandemie in Frankfurt am Main: Was sagen die Daten?“

Bemerkenswert sind auch die Äußerungen zur Mortalität: „Die Sterbestatistik (tägliche Sterbefälle) zeigt im ersten Halbjahr 2020 keine Auffälligkeiten – im Gegensatz zu erkennbar höheren Sterbezahlen während der Influenza-Zeiten 2017 und 2018 sowie während der Hitzeperiode im Juli 2018.“ Dasselbe gilt auch für die Mortalität in Altenheimen: „Auch in der Hoch-Risikogruppe der Altenpflegeheimbewohner ist im Jahr 2020 keine auffällige Sterblichkeit zu erkennen.“

Quelle: „Die Covid-19-Pandemie in Frankfurt am Main: Was sagen die Daten?“

Wichtig auch der Hinweis, dass die Meldedaten für Frankfurt (Main) mit denen in ganz Deutschland vergleichbar sind. Das betrifft sowohl die Sars-Cov-2-Meldungen pro Tag, als auch Hospitalisierungen, die sowohl in Hessen als auch in Deutschland insgesamt abnahmen und danach stabil niedrig verblieben. Ebenso zeigt sich bei den Verstorbenen deutschlandweit ein insgesamt  rascher Abfall im Mai – der trotz der steigenden Meldungen im August weiterhin stabil niedrig bleibt.

Quelle: „Die Covid-19-Pandemie in Frankfurt am Main: Was sagen die Daten?“

Festgestellt wird, dass die Anzahl der wöchentlichen Testungen „von April bis Juli deutlich gesteigert“ wurde – „mit einer nochmals erheblichen Zunahme im August um mehr als 70 % im Vergleich zu Ende Juli … Die Positivenrate lag im April bei bis 9 % und hat im weiteren Verlauf auf unter 1 % abgenommen. Im Juli lag sie bei ca. 0,6 %, im August bei knapp unter 1 %. … Für 2020 ist keine Übersterblichkeit erkennbar.“

Die PCR-Tests werden kritisch bewertet, da sie „nicht selten falsch positive Ergebnisse liefern.“ Diese Einschätzung wird mittlerweile von sehr vielen Medizinern geteilt, auch über Landesgrenzen hinweg. „Bei niedriger Prävalenz sind die PCR-Tests häufig falsch positiv. Ein PCR-Test alleine sagt nichts über eine mögliche Infektiosität des Betroffenen aus.“

Auf Grund dieser Tatsachen fordern Prof. Dr. med. Ursel Heudorf und Prof. Dr. med. René Gottschalk Augenmaß bei der der Inkraftsetzung der Maßnahmen, die tief in das soziale Leben der Menschen eingreifen.

Positiv bleibt, dass nicht jeder und jede PCR-positiv-Getestete positiv ist. Die Fehlerquote kann bei fehlenden Symptomen weit über 50% liegen. Positiv ist weiterhin, dass damit Covid-19 seinen ganz großen Schrecken verliert. Und positiv ist ebenfalls, dass die Maßnahmen gegen Corona berechtigterweise weit weniger drastisch ausfallen müssen, als Entscheidungsträger dies bisher angeordnet haben.

Hoffen wir dafür, dass die Stimmen der Vernunft sich durchsetzen. Und wenn nicht, so kann doch jeder für sich selbst die Gewissheit haben, dass das Virus nicht die angstmachende Wucht entfaltet, wie es oft angenommen und dargestellt wurde und wird.

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