2020 war ein unglaubliches Jahr. Hätte zwei Jahre zuvor irgendjemand prophezeit, was ein Jahr später Realität sein und als „neue Normalität“ bezeichnet werden würde, er oder sie würde als verrückt erklärt worden sein. Stichpunktartig sollen einige Meldungen zu Beginn des weltweiten Ausnahmezustandes in Erinnerung gerufen werden.

Ende November beziehungsweise Anfang Dezember 2019 treten in der chinesischen Stadt Wuhan erste Fälle einer unbekannten Lungenerkrankung auf. Am 31. Dezember 2019 meldet China die Fälle offiziell der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Lungenkrankheit gehe auf ein neuartiges Coronavirus zurück, melden die chinesischen Behörden am 9. Januar. Am selben Tag gibt es dort den ersten erfassten Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus. Am 27. Januar wird die erste erfasste Erkrankung in Deutschland aus dem bayerischen Landkreis Starnberg gemeldet.

Die WHO erklärt am 30. Januar eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite„. 12 Tage später bezeichnet die WHO die neuartige Lungenerkrankung als Covid-19. Das Virus erhält den Namen Sars-CoV-2.

27./28. Februar: Der neu eingerichtete Krisenstab der Bundesregierung tagt zum ersten Mal, die Schweiz verbietet vorerst Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen.

11. März: Die WHO ruft eine Pandemie aus. Kanzlerin Angela Merkel warnt vor einer Überlastung des Gesundheitssystems.

18. März: Soziale Kontakte müssten minimiert werden. Die EU verhängt einen Einreisestopp. Fast zeitgleich startet das Auswärtige Amt eine Rückholaktion für mehr als 160.000 deutsche Urlauber aus dem Ausland.

Und so geht es weiter, deutschlandweit, europaweit, weltweit.

Maskentragen, Ausgangssperren, Lockdowns, Sperrstunden, Kontaktsperren. Social Distancing ist das neue Schlagwort. Abstände einhalten. Ganze Supermärkte werden zu Beginn der Krise leergekauft. Toilettenpapier wird teilweise zur Mangelware. Täglich vermelden John Hopkins und RKI neue Infektions-, Reproduktions- und Todeszahlen. Gefährlich scheinende rote Linien klettern die Diagramme scharf gezackt auf und ab. Die Angst der Menschen voreinander wächst. Auf Rügen werden Autos mit Nummernschildern vom Festland mit Steinen beworfen. Grenzen zu anderen Ländern werden geschlossen, Ein- und Ausreiseverbote kommen und gehen.

Alte Menschen sterben einsam in Altenheimen und Krankenhäusern, den Angehörigen wird untersagt, sie zu besuchen. Wenn doch ein Besuch möglich ist, dann vollmaskiert und vollverkleidet. Zu Recht mahnt Bundestagsprädsident Schäuble in einem Interview mit dem Tagesspiegel, die Würde des Menschen nicht außer Acht zu lassen. Diese sei unantastbar, schließe aber nicht aus, „dass wir sterben müssen“.

Die Meldungen überschlagen sich täglich, stündlich. Kaum gelingt es den stakkatoartig erfolgenden Änderungen zu folgen, up-to-date zu bleiben. Anweisungen sind oft schwammig, unklar, mit breitem Auslegungsspielraum. Die staatlichen Maßnahmen sind vielmals durch die Verfassung nicht gedeckt, zu einem späteren Zeitpunkt wird die Regierung mit einem neuen Infektionsschutzgesetz nachschärfen. Die Bevölkerung ist irritiert, vor allen Dingen, weil es kaum eine Unterscheidung gibt, ob jemand mit oder an Corona gestorben ist.

Der Sommer bringt Entspannung und Entlastung, bevor im Herbst die vielmals angekündigte zweite Welle durch die Medien zu geistern beginnt. Das Wetter wird kälter, feuchter, die Infektionszahlen steigen wieder. Kinder gehen im Schichtrhythmus zur Schule, sitzen mit Masken und weit geöffneten Fenstern in den mit fortschreitender Jahreszeit immer kälter werdenden Klassenzimmern. Alles der Gesundheit zuliebe.

Gleichzeitig beginnt sich immer stärkerer Protest zu regen. Immer mehr Ärzte hinterfragen die Maßnahmen, die Angstmache der Politiker und Medien. Mäßigung anmahnende Stimmen finden allerdings wenig Gehör.

Erlösung und Befreiung soll die Impfung bringen. „Mehr Tempo“ fordert Söder bei der Beschaffung des Impfstoffes. Einen Impfzwang solle es nicht geben, „leider“ jedoch könne ein „indirekter Zwang zum Impfen“ nicht verhindert werden. Gamaleya, Biontech, Sinovac, Pfizer, Moderna und AstraZeneca liefern sich ein Wettrennen bei Erforschung und Lieferung eines Impstoffes im Kampf gegen Covid-19. Dabei sind die Entwicklungszeiten so kurz wie noch nie, die gesamte Bevölkerung mutiert zum Versuchskaninchen und Testfeld der neuen und kaum erprobten Impfstoffe. Bereits aufgetauchte mutierte Varianten des Corona-Virus lassen die Wirksamkeit jeder Impfung schon im Ansatz anzweifeln.  Bekannt gewordene Impfreaktionen wecken kein Vertrauen in die Corona-Vakzinen. Menschen mit Allergien – und wer ist heutzutage frei davon? – werden vor der Impfung gewarnt.

Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, spricht vom Druck der Politik auf die Zulassungsbehörden, hält den Impfstoff für nicht ausreichend gut geprüft; zur Langzeitsicherheit wisse man gar nichts. Er selbst würde sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht impfen lassen.

All das ist die eingangs erwähnte „neue Normalität“. Das Leben hat sich komplett verändert. Inwieweit und wann sich irgendetwas daran ändert, das steht bei unserem großen Gott im Himmel. Jesus Christus ist wirklich der einzige, der Stabilität garantiert, denn er ist „derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8) Er ist der Fels (1. Korinther 10,4). Jesus Christus festzuhalten, an Seiner Hand zu bleiben – das ist das einzige, was in dieser Zeit Sicherheit und Halt gibt. Es gibt keine bessere Empfehlung, als Ihn im Jahr 2021 an seiner Seite zu wissen.

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