„Mit jedem Kind, das dir begegnet, ertappst du Gott auf frischer Tat“, lässt uns Martin Luther, der große Reformator, wissen. Er spricht aus Erfahrung, denn Martin und Katharina Luther wurden insgesamt sechs Kinder geboren.

Kinder sind die wertvollste Leihgabe, die dem Menschen von ihrem Schöpfer anvertraut wurden. Mit dieser Leihgabe sorgfältigst umzugehen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Dies ist leider viel zu oft nicht der Fall.

Den verantwortungsvollen Umgang mit Kindern mahnt nun die Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig an, in dem sie Weiterbildungsveranstaltungen für Kita-Erzieherinnen in Teltow zur „sexuellen Früherziehung“ der Kinder harsch kritisiert. „Die Seminare waren vom kommunalen Kita-Eigenbetrieb ,MenschensKinder Teltow’ organisiert und von einer Sexualpädagogin des Bildungs- Sozial- und Beratungsvereins ,Dreist’ durchgeführt worden. Mit solchen Projekten würden manche Sexualpädagogen und Erzieher einen gefährlichen Weg beschreiten, der die auch von Fachleuten stets geforderte ,ungestörte sexuelle Entwicklung von Klein- und Schulkindern nachhaltig beeinträchtigt’ und für Ludwig als Mutter völlig unakzeptabel sei. […],Die kindliche Früherziehung in Kitas, Horten und anderen Einrichtungen sollte sich mit anderen Aspekten als mit diesen höchst intimen Themen befassen’, meint Ludwig. Generell habe sexualpädagogische Früherziehung nichts in Grundschulen und schon gar nichts in Kitas zu suchen“, wie Anfang des Jahres der Online-Dienst der Märkischen Allgemeinen (MAZ) verlautbarte.

Vorausgegangen war ein Artikel der MAZ, in der über eine der vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Dreist e.V., die Bildungsreferentin und Mediatorin Anke Sieber berichtet wurde, die anlässlich ihrer Sexualseminare im brandenburgischen Teltow mit dreidimensionalem Kissen-Penis samt Hoden sowie einem weinroten Kissen mit Stofffalten, welches die Scheide darstellt, hantiert. „Für regelmäßige emotionale Diskussionen während der Seminare sorgt auch das Thema ,Masturbation’“. Hier solle die Kita den Kindern einen geschützten Raum zur Verfügung stellen, ist dort unter der Überschrift „,Doktorspiele’ dürfen sein“ nachzulesen.

Solcherart Aktivitäten haben in Deutschland eine Tradition, die bis in die 70er Jahre zurückreicht. Berühmt-berüchtigt geworden sind diese Ansichten durch Cohn-Bendits Buch „Der Große Basar“ von 1975. Die darin geschilderten sexuellen Handlungen erfüllen den Tatbestand des Paragrafen 176 – sexueller Missbrauch von Kindern. „Bis Mitte der achtziger Jahre gab es eine linke und homosexuelle Szene, die sich als Emanzipationsbewegung verstand und immer wieder auch gleichberechtigten Sex mit Kindern propagierte. Teile der Grünen versuchten bis weit in die achtziger Jahre, den Missbrauchs-Paragraf 176 abzuschaffen oder wenigstens einzuschränken. Die sogenannten Stadtindianer, die Pädosexualität offen propagierten, waren auf vielen Grünen-Parteitagen präsent. Aber es gab auch innerhalb der Partei Gruppen, die auf Legalisierung sexueller Kontakte zu Kindern drängten.“ Dieses dunkle Kapitel linken Gedankengutes wurde schon 2013 in der FAZ aufgearbeitet.

Damals wurde Bendit-Cohen – zwar unter Protesten, aber dennoch – mit dem Theodor-Heuss-Preis ausgezeichnet. Und noch 2020 gewährt der SPIEGEL ihm ein Exklusivinterview, wo Cohn-Bendit seine Meinung zur „Fridays for Future“-Bewegung, zur Kanzlerkanditatur und seine Erwartungen an die Partei der Grünen zum Besten geben darf.

So wie er selbst leben auch seine Vorstellungen und Fantasien in Bezug auf unsere Kinder im Kindergarten- und Schulalter offensichtlich fort. Zur gleichen Zeit, als Cohn-Bendit der Theodor-Heuss-Preis verliehen wurde, wurde nämlich auch der Sexualkundeunterricht modifiziert.

Maßgeblichen Einfluss als Vordenker dieser Aufklärungswelle haben die „Gesellschaft für Sexualpädagogik“ und ihr Mitgründer und Vorstand Uwe Sielert, bis 2017 Professor für Pädagogik in Kiel, mit kontrovers diskutierten Positionen. Sobald auch Kleinkinder diese Sexualität mit Erwachsenen bejahten, verschaffe dies beiden Lebensenergie und Lebensfreude. Die sexuelle Erregung von Kindern solle in den Sexualkundeunterricht einbezogen werden, kritisierte der österreichische Psychiater und psychotherapeutische Mediziner Christian Spaemann. Für die Pädagogik bedeute dies, dass „sexuelle Vielfalt“ und „Vielfalt der Lebensformen“ zu Leitbildern erklärt werden. Diese sollen laut WHO-Standards, welche Sielert wesentlich mitgeprägt habe, den Kindern vom Anfang ihrer Sprachfähigkeit an vermittelt werden. „Von der Psychotherapeutin Tabea Freitag wird kritisiert, dass ,moderne’ Sexualpädagogik gemäß Sielert Kinder möglichst früh zu sexuell lustvollen Erfahrungen anregen solle. Ungeklärt bliebe dabei, ob die Lust der Kinder oder die Lust der Professionellen an der Lust der Kinder im Vordergrund stehe und stehen solle.“

Eine Übersexualisierung befürchten viele Eltern auch durch den schulischen Aufklärungsunterrichtes, der am Besten ohne anwesende Lehrer stattfinden soll. Eltern seien irritiert, „weil es keine Altersgrenzen mehr gibt. Nicht geregelt ist außerdem, wer die Projektgruppen im Unterricht kontrolliert, wenn der Lehrer nicht dabei ist.“  Ursula Enders vom Verein „Zartbitter“ gegen sexuellen Missbrauch von Mädchen und Jungen hält vieles von dem, was an Schulen unter „Sexualpädagogik“ läuft, für „übergriffig“. „In der Arbeit der Fachberatungsstellen würden täglich das große Ausmaß der sexualisierten Gewalt durch Jugendliche und die durch die starke Pornographisierung der Gesellschaft ausgelöste Verwirrung vieler jugendlicher Mädchen und Jungen deutlich, sagt Enders.“ Von einigen Autoren und Sexualpädagogen würden „Anliegen der Transgenderbewegung benutzt, um älteren Kindern und Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit Formen der Sexualität aufzudrücken, die persönliche Grenzen verletzen, so Enders.“ Während des Unterrichts sollten die Lehrer den Raum am Besten verlassen.

„Weckt die Liebe nicht auf und facht die Leidenschaft nicht an, bis die Zeit dafür kommt!“ (Hoheslied 2,7) Als Eltern und Gemeinde gilt es wachsam zu sein. Was passiert mit denen, die uns anvertraut sind, um sie zu Jesus Christus zu führen, in Kinderkrippe, Kindergarten oder Schule? Der Ratschlag Saskia Ludwigs, die in Sachen sexuelle Früherziehung an die Eigenverantwortung der Eltern appelliert und betont, dass Kindergärten und Schulen sich bei diesen Fragen herauszuhalten hätten, kann nicht ernst genug genommen werden.

st

Dieser Artikel hat 1 Kommentare

  1. Lydia Huemer Antworten

    Auch der Pädophilenaktivist und Sexualpädagoge Helmut Kentler, der obdachlose Jugendliche in die „Obhut“ vorbestrafter, pädophiler „Pflegeväter“ gegeben hatte, war Teil eines aktuell aufgedeckten pädosexuellen Netzwerkes in Berlin. Die Spuren des Netzwerkes führen zu den Grünen, pro Familie, dem Kinderschutzbund und anderen bis heute einflussreichen Organisationen. (Studie der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs, Iris Hax und Sven Reiß, Feb.21). Uwe Sielert hat das Gedankengut von Helmut Kentler (sein väterlicher Freund!) zur „neoemanzipatorischen Sexualpädagogik der Vielfalt“ weiterentwickelt und ebenso in die Standards für Sexualaufklärung für Europa der WHO eingearbeitet, welche die Grundlage für die Lehrpläne an Schulen bilden. Es wird unseren Kindern also pädophiles Gedankengut vermittelt.

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