„EU streicht ‚Weihnachten‘ sowie ‚Maria und Josef‘ – In einer Guideline rät die EU, auf den Begriff ‚Weihnachten‘ sowie ‚Maria und Josef‘ zu verzichten. Dies könne andere Kulturen diskriminieren.“ So titelt die Welt am 30. November, pünktlich zur Advents- und Weihnachtszeit 2021. Demnach hätte die EU im Streben nach Political Correctness „heiliges Terrain“ betreten. „Der Begriff ‚Weihnachten‘ soll den EU-Kommissionsmitgliedern nicht mehr über die Lippen kommen. Sie sollten vermeiden, anzunehmen, dass alle Menschen Christen seien, heißt es in einem internen Leitfaden für inklusive Kommunikation namens #UnionofEquality.“

Alternativ für den Satz „Die Weihnachtszeit kann stressig sein“ könne „Die Ferienzeit kann stressig sein“ verwendet werden. „Nicht alle Personen feiern die christlichen Feiertage und nicht alle Christen feiern diese an denselben Daten“, lautet die Begründung. Die Namen „Maria und Josef“ sollten durch „Malika und Julio“ ersetzt werden.

Eine im Rahmen dieses Artikels gestartete Umfrage bringt zum Ausdruck, dass 97 Prozent der Teilnehmer   solcherart Ansinnen ablehnen. Auch im katholischen Italien brachte dies Politiker in Rage, die darin eine Bedrohung ihrer Kultur und Religion sähen. Giorgia Meloni, Vorsitzende der Partei Fratelli d’Italia, protestierte: „‚Jetzt reichts: Unsere Geschichte und unsere Identität zerstört man nicht.‘ Lega-Chef Matteo Salvini sprach von einem ‚Blödsinn‘.“

Selbsternannte Faktenchecker wie correctiv oder mimikama fühlten sich umgehend bemüßigt, zu dementieren: Nein, „Weihnachten“, „Maria“ und „Josef“ würden selbstverständlich nicht abgeschafft werden; das Ganze sei natürlich ein Missverständnis und alles nur ein Leitfaden der EU für die interne Kommunikation, um Menschen anderer Religion oder Kultur nicht zu verletzen oder zu beleidigen.

Vatican.news berichtete daraufhin am 1. Dezember, dass das Kommunikationshandbuch der Europäischen Union, das mit seinen Vorschlägen zur Inklusion beitragen sollte, zurückgezogen worden sei. „Die Gleichstellungskommissarin Helena Dalli kündigte an: ‚Wir prüfen diese Bedenken, um sie in einer aktualisierten Fassung zu berücksichtigen‘. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hatte an diesem Dienstagmorgen im Gespräch mit den Vatikanmedien, darunter Radio Vatikan, die ‚Tendenz‘ beklagt, ‚alles zu vereinheitlichen, ohne die berechtigten Unterschiede zu respektieren‘.“

In diesem Zusammenhang verwies Parolin auf Basis und Fundament des christlichen Abendlandes: „Dann ist da noch die Abkehr von unseren Wurzeln, vor allem was die christlichen Feste betrifft, die christliche Dimension unseres Europa. Natürlich wissen wir, dass Europa seine Existenz und seine Identität vielen Beiträgen verdankt, aber wir dürfen nicht vergessen, dass einer der wichtigsten Beiträge, wenn nicht sogar der wichtigste, das Christentum selbst war.“

Gerade die Frage nach der Herkunft von Weihnachten macht natürlich stutzig. Bis zum dritten Jahrhundert war Weihnachten in den apostolischen Gemeinden nicht bekannt. Sogar die Katholische Kirche bestätigt den heidnischen Charakter dieses Festes in der Catholic Encyclopedia: „Weihnachten zählt nicht zu den Festen der frühen Kirche. … Erste Nachweise für das Fest kommen aus Ägypten. … Heidnische Bräuche, die sich zeitlich um die Januar-Kalender bewegten, wurden zu Weihnachten“. In Deutschland war Weihnachten bis zum 7. Jahrhundert noch unbekannt. Erst 813 wurde durch die Synode von Mainz eine offizielle Weihnachtsfeier angeordnet. Die Geburt „Jesu“ wurde auf den 25. Dezember festgesetzt, der bereits mit dem Abend des 24., dem sog. „Heiligen Abend“ oder „Weih-Nacht“, beginnt. Laut Wikipedia ist der 25. Dezember seit 336 in Rom belegt. Diskutiert wird eine Beeinflussung durch den römischen Sonnenkult: Kaiser Aurelian hatte den 25. Dezember 274 als reichsweiten Festtag für den römischen Sonnengott Sol Invictus festgelegt; zwischen diesem Sonnengott und „Christus, der wahren Sonne“ (Christus verus Sol) zogen frühe Christen Parallelen. 

In Russland bzw. der damaligen Sowjetunion konnte das Weihnachtsfest jahrzehntelang überhaupt nicht gefeiert werden. „Nach der Oktoberrevolution von 1917 verboten die Bolschewisten den religiösen Weihnachtsbrauch und damit alle mit ihm verbundenen Traditionen, auch den Weihnachtsbaum“, informiert der Bayrische Rundfunk. Erst nach dem Zerfall der Sowjetuniun feiern orthodoxe Christen wieder Weihnachten – gemäß dem Julianischen Kalender allerdings am 6. und 7. Januar.

Wie auch immer. Selbst wenn Weihnachten selbst in der Christenheit umstritten ist: Christus bleibt! Advent auch! Advent bedeutet nämlich Ankunft, eigentlich adventus Domini (lat. für Ankunft des Herrn) . Und da geht es, so wichtig das Gedenken an Jesu erstes Kommen auch sein mag, in erster Linie um das zweite, kurz bevorstehende Kommen Jesu Christi. Deshalb gibt es auch die Adventisten; Menschen, die sich auf die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus freuen und darauf vorbereiten. Diese Freude und das Warten darauf kann von niemandem verboten werden. „Ich komme bald!“, kündigt Jesus Christus selbst drei Mal im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung an. Dieses Ereignis ist das größte Ereignis der Weltgeschichte. Auf dieses Ziel hin gilt es sich vorzubereiten, um dabei zu sein, wenn der HERR die Seinen mit in Sein Reich nimmt. Adventszeit ist immer HEUTE, bis Jesus Christus, für alle sicht- und hörbar, der ganzen Welt als König der Könige erscheint. IHM öffne HEUTE dein Herz!

StpH, 14.12.2021, 08:59 Uhr

Dieser Artikel hat 1 Kommentare

  1. Frank Detlev Spath Antworten

    Wissen wir STA nicht genau das selbst das aussprechen des Namens Jesus, in Verbindung mit seinem 2. Kommen, eines Tages verboten wird um andersgläubige zu diskriminieren, freuen wir uns auf diese Zeit der “ Trübsal “ denn wir wissen dann einmal mehr das das Kommen unseres Erlöser unmittelbar bevor steht

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