Allenthalben hört man über eine neue hochinfektiöse mutierte Corona-Variante und es machen Meldungen über Unverträglichkeiten der neuen, kaum erprobten Impfstoffe die Runde, welche der Bevölkerung verabreicht werden sollen, um dem Covid-19-Virus begegnen zu können. Da tut es gut zu hören, dass wir den Corona Erregern nicht hilflos ausgeliefert sind. Es gibt da nämlich ein Vitamin, dessen Vorhandensein oder Mangel in hohem Grad dafür verantwortlich zu sein scheint, ob Sie ein gut funktionierendes und starkes Immunsystem besitzen oder nicht.

Die Rede ist von Vitamin D. Schon seit Jahren macht Prof. Dr. Jörg Spitz darauf aufmerksam, dass hierzulande eine chronische Unterversorgung mit diesem lebenswichtigen Vitamin zu beobachten sei. In einem vielbeachteten und mehr als dreieinhalb Millionen Mal aufgerufenen Vortrag „Vitamin D – Hype oder Hope“ aus dem Jahr 2018 trifft Prof. Spitz die Feststellung, dass „in keinem Pharmalabor der Welt …  in den kommenden Jahren eine Substanz entwickelt werden [wird], die auch nur annähernd die Qualitäten von Vitamin D besitzt“. Im Jahr 2020 belegte Spitz in einem Vortrag, „warum Vitamin D mit Abstand die effektivste (Einzel-)Maßnahme zur Prävention einer Grippe-Epidemie ist.“

Prof. Spitz ist Facharzt für Nuklearmedizin, Ernährungsmedizin und Präventionsmedizin. Er führt aus, dass Vitamin D kein Vitamin, sondern eine Vorstufe des Sonnenhormons ist, welches wir, wie sämtliche andere Hormone, zwingend für eine regelrechte Funktion unseres Körpers (und Geistes!) benötigen. Bedingt durch den Lebensstil im 21. Jahrhundert ist Vitamin D leider weiten Teilen der Bevölkerung abhandengekommen – mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit der Betroffenen.

Interessanterweise scheint das Vitamin D in Corona-Zeiten aktueller und wichtiger zu sein als je. In einem Vortrag speziell zum Thema Corona schildert Prof. Spitz „wieder einmal die Bedeutung von Vitamin D und weiteren Lebensstilfaktoren wie Bewegung, Stress, Ernährung, Sonne, Frischluft, Natur, Schlaf u.v.m. für unsere Gesundheit und erklärt anschaulich, warum wir heutzutage mit so vielen Krankheiten belastet sind, wieso Erreger wie der Corona-Virus belastete Menschen so hart treffen und was wir dagegen tun können. Denn wir haben sehr viele Schrauben, an denen wir als Einzelperson bereits drehen können und so einen wichtigen Schritt zu Prävention und einer optimalen Gesundheit machen können.“

Mit dieser Meinung betreffs Vitamin D steht Prof. Spitz nicht allein da. Auch die Deutsche Lungenstiftung kommt zum gleichen Ergebnis: „Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, starkes Übergewicht und Bluthochdruck – mit diesen Grunderkrankungen steigt das Risiko für einen schweren Verlauf, wenn eine Covid-19-Infektion hinzukommt. All diese Erkrankungen weisen eine Gemeinsamkeit auf: Sie gehen häufig mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel einher. Gleiches gilt auch zum Beispiel für ältere Menschen, bei denen ebenfalls häufig Vitamin-D-Mangel anzutreffen ist und die zu den Risikogruppen zählen. … Vitamin D ist bei vielen Menschen auf der Welt Mangelware – und das kann im Falle einer Covid-19-Erkrankung als Warnhinweis für ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf gelten.“

Um Missverständnisse zu vermeiden, betont Prof. Dr. Biesalski jedoch: „Vitamin D ist kein Medikament, mit dem man Covid-19-Erkrankungen heilen kann. Doch man kann damit positiv auf den Krankheitsverlauf einwirken, indem es dem Organismus ermöglicht, die Balance zwischen den pro- und anti-entzündlichen Prozessen wiederherzustellen.‘“

Bestätigt werden diese Aussagen auch durch andere unabhängige Studien, wie zum Beispiel Studien aus Spanien und Indien.

Ob Sie selbst zu der überwiegenden Anzahl von Menschen gehören, die hierzulande unter einem Viatamin-D-Mangel leiden, lässt sich leicht durch einen in der Apotheke erhältlichen Test oder einem Bluttest bei Ihrem Hausarzt feststellen. Wieviel Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut ideal sind, ist nicht ganz eindeutig und die Empfehlungen schwanken zwischen 30 und 100. „Bei unter 20 Nanogramm spricht man von einem Mangel. … Nur 10 bis 20 Prozent des Vitamin-D-Bedarfs lassen sich über die Nahrung decken.“

Auch die Verbraucherzentrale widmet sich diesem Thema und verweist auf eine ausführliche Bewertung der Studienlage. Dort wird auch der Frage der Kausalität nachgegangen, ob ein bestehender Vitamin-D-Mangel nun Ursache oder Folge von Erkrankungen sei.

Wie auch immer: Da hierzulande die Aufnahme von Vitamin D über die Ernährung und speziell in der kalten Jahreszeit auch über das Sonnenlicht zu gering ist, lassen Sie Ihren Vitamin-D-Spiegel ruhig einmal kontrollieren. Im Falle des nicht unwahrscheinlichen Mangels gibt es gute Gründe, das Vitamin-D in Form von Nahrungsergänzung zu supplementieren.

In diesem Sinne: Kommen Sie gut in das neue Jahr!

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